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"Aus kleinen Impulsen können großartige Dinge entstehen"

Der diesjährige Aktionstag steht unter dem Motto "Klein, aber oho!". Was verbirgt sich hinter diesem Motto, wie kann es in Kitas, Horten und Grundschulen dazu geforscht werden - und was sind eigentlich "kleine" Forscher? Das haben wir Michael Fritz, Vorstandsvorsitzenden der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" gefragt.

Zwei Mädchen sitzen auf Stühlen auf der Wiese, eins malt Kästchen nach einem bestimmten Schema aus. Michael Fritz begleitet sie beim Forschen.
© Jan Braun/Stiftung Haus der kleinen Forscher
Informatische Bildung funktioniert auch draußen und ohne technische Geräte.

"Klein, aber oho!" – Warum hat sich die Stiftung in diesem Jahr für dieses Motto entschieden?

"Die Wertschätzung der kleinen Dinge und ein bewusster Umgang mit ihnen sind eine wichtige Voraussetzung für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit unserer Welt. Das Motto in diesem Jahr bietet spannende Anlässe, um die kleinen Dinge zu entdecken und sich über ihre Bedeutung bewusst zu werden."

Haben Sie ein Beispiel?

"Aus kleinen Impulsen können tolle Ideen, wenn nicht gar großartige Dinge entstehen. In der Kita oder der Grundschule passiert das ganz oft: Im Morgenkreis oder beim Frühstück gibt vielleicht ein Wort oder eine kurze Geschichte Anlass für ein tolles Projekt. Kinder einer Kita hatten in ihrem Schlafraum einen kleinen Lichtstrahl entdeckt – trotz zugezogener Vorhänge. Daraufhin sind sie auf Forscherreise gegangen und haben gemeinsam mit ihren Erzieherinnen daraus ein preiswürdiges Projekt zum Thema Licht gemacht."

Wofür steht denn der "Tag der kleinen Forscher"?

"Für die Bedeutung guter früher Bildung! Gute frühe Bildung bildet das Fundament des weiteren Lern- und Lebenswegs jedes Menschen, in dessen Verlauf sich Wissen weiterentwickelt. Es geht in erster Linie nicht um Faktenwissen, sondern vor allem darum, wie ich an die Welt herangehe, mit Schwierigkeiten umgehe und Lösungswege finde.

Gerade im Bereich MINT können Mädchen und Jungen ihre Welt wunderbar entdecken, erforschen und eigene Schlussfolgerungen ziehen. Dafür soll der bundesweite Mitmachtag, der 'Tag der kleinen Forscher', ein Zeichen setzen. Denn kleine Forscher sind die Mädchen und Jungen allein in Bezug auf ihre Körpergröße. Das, was sie entdecken, ihre Schlussfolgerungen und Ideen sind absolut 'oho!'"

Wenn ich jetzt so darüber nachdenke: Warum nennt sich Ihre Stiftung "Kleine" Forscher?

"Etwas ist ja immer erst im Vergleich mit etwas anderem klein: Am Fuße eines Berges fühlen wir uns winzig klein, für eine Ameise dagegen sind wir riesig. Genauso verhält es sich mit den 'kleinen' Forschern: Wir grenzen uns damit ja auch ab zu den 'großen' Forschern, also den Erwachsenen, den Wissenschaftlern, die gezielt mit Daten, Fakten und Formeln hantieren. Dennoch haben wir alle ein Bild vom 'Forscher' – das ist jemand, der Dingen auf den Grund geht, nicht dem ersten Eindruck traut, Fragen stellt und sich viele Gedanken macht. Das ist etwas Tolles und das ist etwas, was alle Kinder tun und so zu Recht sagen können: Ich bin ein kleiner Forscher."

Um noch einmal auf Großes zurück zu kommen: Wofür engagiert sich denn das "Haus der kleinen Forscher"?

"Für gute frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (kurz MINT) und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Kinder sollen die Welt mit offenen Augen selbst entdecken können. Neben der Freude am Forschen und Entdecken stehen Offenheit, Toleranz und Gleichberechtigung im Mittelpunkt unseres Engagements. Die Stiftung 'Haus der kleinen Forscher' setzt sich ausdrücklich für den Zugang zu Bildung für alle Kinder und damit für deren gesellschaftliche Teilhabe ein – unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Einkommen der Eltern."

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