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Was lebt bei uns im Dorfbach?

Kinder sind umgeben von vielen Gewässern, sei es ein Fluss im Stadtviertel oder ein Teich neben der Wohnsiedlung. Die Mädchen und Jungen des Schulhorts der Wilhelm-Tempel-Grundschule in Kottmar (Sachsen) treffen täglich auf den örtlichen Dorfbach und wollten wissen: Leben dort eigentlich Tiere oder andere Organismen drin? Und verändert sich das Wasser, oder bleibt es immer gleich?

Die Kinder lernten Tierarten zu unterscheiden und die Wasserqualität zu bestimmen. ©Jeremy Daniel/iStock by Getty images
© Jeremy Daniel/iStock by Getty images
Die Kinder lernten Tierarten zu unterscheiden und die Wasserqualität zu bestimmen.

Wie ist das Projekt entstanden?

Vor allem im Sommer spielten die Hortkinder gern am Bach, der an der Schule entlangfließt. Sie bauten Wehre, sammelten Müll aus dem Wasser und entdeckten allerhand Getier: Frösche, Käfer, Larven, kleine Krebse und einiges mehr. Vor einigen Jahren wollten einige Mädchen und Jungen mehr wissen. Sie nahmen Lupen und Schüsseln mit, um die Tiere näher zu untersuchen. Doch was für Tiere lebten eigentlich im Bach? Mit Unterstützung eines Landschaftspflegeverbands gelang es ihnen, die Tierarten und die Wasserqualität zu bestimmen. Die Hortkinder entschieden sich, das Gewässer langfristig zu beobachten und seine Entwicklung als Bachpaten zu protokollieren.

Das Wasser lebt!

An ausgewählten Stellen untersuchten die Kinder gemeinsam mit dem Erzieherteam das Gewässer und entnahmen Proben. Die Kinder protokollierten das Wetter, maßen die Luft- sowie die Wassertemperatur und auch die aktuelle Windstärke. Dann wurden die Wasserproben genauer betrachtet: Wie ist das Wasser gefärbt? Ist es getrübt oder bildet sich Schaum? Wie riecht das Wasser? Sind Verunreinigungen erkennbar? Die Mädchen und Jungen schrieben alle Beobachtungen genau auf.

Dann kescherten die Hortkinder alle für sie interessanten Lebewesen und sortieren sie in Schüsseln, um sie anschauen, beobachten und erfassen zu können. Gemeinsam mit den Expertinnen und Experten des Landschaftspflegeverbands bestimmten sie die Arten, zählten ihr Vorkommen und trugen die Werte in vorbereitete Listen ein.

Verantwortung für die Umwelt übernehmen

Die Ergebnisse verglichen sie mit den letzten Jahren und diskutierten, ob sich die Wasserqualität verändert hat. Dabei überlegten sie auch, was selbst selbst tun konnten, um die Wasserqualität nachhaltig zu verbessern, beispielsweise Müll, den andere in den Bach geworfen haben, einzusammeln und zu entsorgen. Durch die langfristige Beobachtung ihres Dorfbachs wurde den Kindern bewusst, dass auch sie Verantwortung für ihre Umwelt tragen können.

Was hat den Kinder besonders gut gefallen?

Richtig gut gefallen hat den Kindern das Sammeln der Organismen. Die Mädchen und Jungen waren mit Feuereifer dabei und verließen das Wasser auch nach einer zweistündigen Sammelaktion nur unter größtem Protest.

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