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Papier fliegt

Erforschen Sie in den nächsten Tagen und Wochen mit den Kindern verschiedene Papierflieger! Wie baut man einen Flieger, der besonders lang in der Luft bleibt oder einen, der besonders schnell fliegt? Kann man die Flieger so verändern, dass sie spezielle Kurven oder gar Loopings fliegen? Wer baut den buntesten oder den größten Flieger?

© Tim Brackmann/Stiftung "Haus der kleinen Forscher"

Papierflieger zu bauen und sie fliegen zu lassen, macht den meisten Kindern viel Spaß. In den nächsten Wochen lernen die Mädchen und Jungen zwei klassische Papierflieger mit speziellen Flugeigenschaften kennen, den so genannten "Pfeil", der besonders schnell und weit fliegt, und den so genannten "Gleiter", der besonders lange in der Luft gleitet. Diese Grundformen können sie dann nach ihren eigenen Vorstellungen verändern und weiterentwickeln – oder auch ganz individuelle Fliegermodelle erfinden.

Woche 1: Los geht's!

Woche 2: Bau der Basisflieger

Fliegen – nur wie?

Folgende Fragen können die Kinder zur Einstimmung untersuchen: Was kann alles fliegen? Wie sieht etwas aus, das fliegt? Wo bewegt sich etwas beim Fliegen? Warum fliegt etwas? Wie fliegt eine Biene, wie ein Helikopter, wie ein Flugzeug? Wie bekommt man Papier zum Fliegen? Welche unterschiedlichen Möglichkeiten finden die Kinder?

Sicher haben die meisten Mädchen und Jungen bereits Vorerfahrungen mit Papierfliegern und können schon selbst welche falten. Daraus kann sich eine spannende Diskussion ergeben, warum ein Papierflieger überhaupt fliegt. Durch den so genannten Bernoulli-Effekt erhält die Tragfläche des Flugzeugs Auftrieb. Wie das funktioniert, können die Kinder gleich selbst ausprobieren, indem sie kräftig über einen Papierstreifen pusten. Dabei wird oberhalb des Papiers ein Unterdruck erzeugt, der den Papierstreifen nach oben "saugt".

Bauanleitung für Basisflieger

Laden Sie hier eine Bauanleitung für die Basisflieger herunter und erkunden Sie gemeinsam mit den Kindern die Flugeigenschaften.

Woche 3: Trimmen der Flieger

Trimmen der Flieger

Bei den ersten Flugversuchen werden die Mädchen und Jungen festgestellt haben, dass ihre Flieger trotz gleicher Anleitung unterschiedlich gut fliegen. Die Kinder versuchen nun zunächst, ihre Flieger so zu optimieren, dass sie die gewünschten Flugeigenschaften erreichen. Dieses Optimieren nennt man Trimmen, dabei werden z. B. die Klappen des Papierfliegers variiert.

Als ersten Schritt für das Trimmen müssen die Mädchen und Jungen genau beobachten, welches Flugverhalten ihr Papierflieger hat, um dann die entsprechenden Korrekturen vorzunehmen:

Fliegt der Gleiter beispielsweise immer in einer Kurve anstatt geradeaus? Dann ist wahrscheinlich eine Klappe höher aufgeklappt als die andere. Für einen geraden Flug sollten sie gleichmäßig eingestellt sein. Falls der Gleiter darauf nicht reagiert, müssen die Einschnitte für die Klappen etwas vergrößert werden.

Trudelt der Gleiter in Schwüngen auf und ab? Dann ist er „schwanzlastig“; die Klappen sollten etwas heruntergeklappt werden.

Stürzt der Pfeil schon nach kurzer Strecke mit der Nase voran zu Boden? Dann ist er „kopflastig“. Wenn die Klappen weiter aufgestellt werden, wird er besser fliegen.

Driften Gleiter oder Pfeil unkontrolliert ab oder geraten in Schieflage? Dann sollten die Kinder genau überprüfen, ob der Flieger symmetrisch ist, z. B. ob beide Tragflächen den gleichen Winkel mit dem Rumpf bilden. Am besten ist das zu erkennen, wenn das Modell genau von vorne betrachtet wird.

Das Flugverhalten beeinflussen

Wenn die Mädchen und Jungen erste Erfolge beim Trimmen hatten, haben sie sicherlich große Lust, ihre Flieger nach ihren eigenen Vorstellungen zu optimieren und unterschiedliche Ideen auszuprobieren, vielleicht auch an ganz anderen Fliegermodellen.

Sie können beispielsweise testen, ob sich durch trimmen ein Loopingflug erzielen lässt, ob sich die Klappen des Gleiters auch am Pfeil einbauen lassen oder ob man „Kopf-“ bzw. „Schwanzlastigkeit“ auch durch kleine Gewichte wie Knetgummi oder Büroklammern ausgleichen kann. Weitere Materialien, mit denen Papierflieger untersucht und variiert werden können, sind z.B. unterschiedliche Papiersorten und -größen, Scheren, Kleber, dünne Holzstäbe oder Schnüre.

Nicht nur die Konstruktion spielt für die Flugbahn eine große Rolle, sondern auch mit welcher Geschwindigkeit und in welchem Winkel der Flieger gestartet wird. Die Mädchen und Jungen können im Detail ausprobieren, was für welches Modell die besten Flugergebnisse bringt. Wird der Gleiter besser sanft und waagerecht gestartet oder mit großer Kraft und einer leichten Neigung nach oben losgeschickt? Wie ist es beim Pfeil? Und bei ganz anderen Modellen?

Ebenfalls von großer Bedeutung für die Flugbahn ist auch, an welcher Stelle des Rumpfs die Kinder den Flieger beim Start halten. Was ändert sich, wenn sie den Flieger mittig, weiter vorne oder weiter hinten halten? Gilt das jeweilige Ergebnis für alle Flieger oder nur für ein bestimmtes Modell? Diese Fragen lassen sich mit Kindern im Grundschulalter gut besprechen.

Bauanleitung für Papierdrachen

Überlegen Sie zum Abschluss mit den Kindern, ob Papier auch noch auf andere Weise zum Fliegen gebracht werden kann. Eine schnelle Bauanleitung für einen einfachen Drachen finden Sie hier.

Was fällt den Mädchen und Jungen noch ein?

Woche 4: Noch schnell teilnehmen!