Lass die Wellen hüpfen!

Steigen die Temperaturen, erfreuen sich Schwimmbäder und Planschbecken großer Beliebtheit. Wie bewegt sich das Wasser, wenn die Kinder kleine Gegenstände hineinfallen lassen? Gelingt ihnen eine solche Bewegung auch mit ihrem Körper – alleine oder mit allen anderen zusammen?

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Alltagsbezug

Überall dort, wo es Wasser gibt, können Wellen entstehen. Dazu muss man nicht erst ans Meer fahren, sie lassen sich in jedem Schwimmbad, jeder Pfütze und jedem Wasserglas beobachten. So entsteht etwa eine Welle, wenn man einen kleinen Stein ins Wasser wirft, mit dem Fuß in eine Pfütze tritt oder wenn wir planschen oder schwimmen.
In Fußballstadien, wie jetzt zur Weltmeisterschaft, lässt sich eine ganz andere Form von Wellen beobachten: Einer der Zuschauer fängt an und plötzlich werfen alle nacheinander die Arme in die Luft. Wie von selbst wandert die La-Ola-Welle durch das ganze Stadion.

Der Versuch beginnt

Stellen Sie im Garten ein Planschbecken oder eine größere Schüssel mit Wasser auf. Eines der Kinder lässt nun vorsichtig einen kleinen Gegenstand (z. B. einen Stein) ins Wasser fallen, während alle anderen aufmerksam zuschauen: Was macht das Wasser, wenn der Stein hineinplumpst? Wie verformt und bewegt es sich anschließend? Ist die Bewegung deutlich zu sehen, wenn die Kinder etwas Schwimmendes wie ein kleines Stück Folie auf das Wasser legen oder die Schüssel in den Schatten stellen?

Besprechen Sie mit den Mädchen und Jungen, dass man eine solche Bewegung als Welle bezeichnet. Wie bekommen sie wohl eine besonders große oder kleine Welle hin? Was passiert, wenn sie den Stein sanft oder mit voller Wucht ins Wasser werfen oder es große, kleine oder besonders leichte Gegenstände sind, wie etwa ein zerknülltes Blatt Papier?

Haben sie eine Idee, wie sie sonst noch Wellen erzeugen können? Pusten Sie doch mal auf das Wasser: Erst ein Kind und danach alle zusammen. Wie bewegt sich das Wasser, wenn die Kinder alle aus einer Richtung pusten und wie, wenn sie sich dabei gleichmäßig um das Becken verteilen?

So geht es weiter

Gelingt es den Mädchen und Jungen, eine Wellenbewegung mit dem Körper nachzuahmen? Probieren Sie es im Stehen aus oder indem sich alle auf den Boden legen: Wie müssen die Kinder ihren Körper bewegen, damit eine Welle entsteht? Können sie die Bewegung auch mit einzelnen Körperteilen imitieren, wie etwa mit den Armen oder dem Kopf? Geben Sie den Kindern dafür Zeit, so dass jeder sich in Ruhe ausprobieren kann.

Überlegen Sie nun gemeinsam, wie sie das alle zusammen hinbekommen. Wer hat zum Beispiel schon einmal eine La-Ola-Welle beim Fußball gesehen? Welche Bewegung macht man dabei? Wie beginnt die Welle und woher weiß man, dass man selbst an der Reihe ist?

Stellen Sie sich alle in einem Kreis auf und probieren Sie es aus: Ein Kind beginnt und wirft seine Arme nach oben. Sobald seine Arme oben sind, hebt das nächste Kind seine Arme, das erste lässt seine wieder fallen. Lassen Sie die Welle zunächst langsam im Kreis herumlaufen. Wie schnell ist die Welle der Kinder am Ende?  

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Hintergrund

La Ola ist spanisch und bedeutet "die Welle". Die deutsche Bezeichnung  "La-Ola-Welle" ist also eigentlich doppelt gemoppelt.

Die Kinder sind vor, während und nach der Welle immer an der gleichen Stelle, keiner hat sich fortbewegt. Trotzdem "läuft" die Welle von einem Kind zum nächsten. Das ist bei Wasserwellen ganz genauso: Fällt ein Stein ins Wasser, setzt er die Wasserteilchen in unmittelbarer Umgebung in Bewegung.

Die Wasserteilchen bleiben aber dort wo sie sind, sie wackeln nur an ihrem Platz auf und ab. Dabei schubsen sie auch ihre Nachbarteilchen an und die Bewegung wird so von einem Wasserteilchen zum anderen weitergegeben: Die Welle breitet sich immer weiter aus.

Ideen zur Fortsetzung

Auch mit Seilen und Bändern kann man schöne Wellen erzeugen. Lassen Sie die Kinder ausprobieren: Wie müssen sie das Seil oder das Band bewegen, damit eine kleiner oder große Welle entsteht? Was ändert sich, wenn sie den Arm mal auf und ab oder mal seitlich hin und her bewegen? Ist es einfacher, wenn sie das Seil oder Band an einen Stock binden? Oder die Mädchen und Jungen probieren es zu zweit aus, indem jeder ein Ende in seiner Hand hält: Wie fühlt es sich an, wenn das andere Kind seinen Arm auf und ab bewegt und die Welle an der eigenen Hand ankommt? Und was passiert, wenn beide Kinder gleichzeitig wackeln?

Haben die Mädchen und Jungen eine Idee, was sich noch für eine Welle eignet? Wie wäre es beispielweise mit einem großen Schwungtuch, das alle gemeinsam schwingen?