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Knallerbsen - Kleines wird ganz groß

Welche Gemüse sind eigentlich klein? Das kleinste Gemüse sind sicherlich die Hülsenfrüchte und unter denen tun sich Linsen und Erbsen mit ihrer "Kleinheit" hervor. Wie können wir eine kleine Erbse etwas größer machen? Hilft Ziehen oder Drücken? Können wir sie aufblasen? Was fällt den Kindern ein?

Ein Junge beobachtet ein Glas voller Erbsen
© Christoph Wehrer / Stiftung Haus der kleinen Forscher
Was quillt denn da?

Alltagsbezug

Hülsenfrüchte sind kleine, gesunde und weltweit wichtige Eiweißspender. Sie sind allen Kindern bekannt, werden hierzulande oft gegessen, aber hauptsächlich tiefgefroren oder in der Dose angeboten. Das verbraucht Ressourcen und Energie. Manche Kinder wissen nicht, wie eine Erbsenpflanze aussieht, eine Erbse frisch schmeckt oder dass es überhaupt die Möglichkeit gibt, Erbsen nicht als Konserven- oder Tiefkühlgemüse zuzubereiten.

Hinweis zur Umsetzung:
Es ist gefährlich, wenn die Mädchen und Jungen sich die Erbsen in Ohren oder Nase stecken. Wenn Sie andere Hülsenfrüchte verwenden: Achten Sie unbedingt darauf, dass kein Kind rohe Bohnen isst, da sie giftig sind.

Sie brauchen

Ein Kind hält Erbsen in seinen Händen
© Christoph Wehrer / Stiftung Haus der kleinen Forscher
Noch sind die Erbsen klein...

- Erbsen oder andere Hülsenfrüchte
- Wasser
- Gläser
- Blechdosen oder Töpfe
- ggf. weitere Materialien

Der Versuch beginnt

Kinder füllen viele Erbsen in ein Glas
© Christoph Wehrer / Stiftung Haus der kleinen Forscher
Wieviele Erbsen passen in das Glas?

Schauen Sie sich mit den Kindern getrocknete Erbsen an. Was wissen sie über Erbsen? Essen sie sie gerne? Wissen die Mädchen und Jungen, wie die harte Erbse genießbar werden kann? Was vermuten sie?

Füllen Sie gemeinsam Gläser randvoll mit getrockneten Erbsen. Stellen Sie sie dann gemeinsam in Töpfe oder auf Bleche oder Teller, lassen Sie die Kinder Wasser ins Glas und warten Sie. Wenden Sie sich anderen Dingen zu. Was geschieht?
Bevor Samen keimen, verändern sie sich: Die Erbsen im Wasserglas saugen sich voll und quellen auf. Da es im Glas immer enger wird, kullern immer mehr Erbsen mit einem "Plopp" hinaus auf den Blechdeckel. Es dauert ca. 1-1,5 Stunden, bis die erste hinauspurzelt, weitere folgen noch ca. 1,5 Stunden lang. Die gequollenen Erbsen können mit den trockenen Erbsen verglichen werden. Wo ist das Wasser hin? Wieso wird die Erbse größer? Wie sehen die Erbsen innen aus? Wollen die Kinder etwas anderes ausprobieren?

So geht es weiter

Zwei Kinder experimentieren mit Hülsenfrüchten
© Christoph Wehrer / Stiftung Haus der kleinen Forscher
Plötzlich quellen die Erbsen auf!

Wie geht es mit der Erbse weiter? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die gequollenen Erbsen weiter zu verarbeiten. Sie sind schnell gekocht und lecker zum Mittagessen. Es können aber auch viele kleine Erbsenpflänzchen entstehen. Die Kinder können versuchen, verschiedene mitgebrachte Samen zum Keimen zu bringen. Gelingt das immer? Haben die Kinder Ideen, wie das am besten geht? Was brauchen die Samen zum Keimen?

Material:
- verschiedene Samen
- Wasser
- Küchentücher

Achtung: Keime verderben schnell. Die Kinder müssen jeden Tag das Wasser wechseln, solange die Erbsen nicht in der Erde sind.

Hintergrund

Erbsen vergrößern ihr Volumen, wenn sie aufquellen. Deswegen werden die oberen Erbsen aus einem vollen Glas von den unteren heraus gedrängt. Erbsen sind Hülsenfrüchte, wie auch Linsen oder Bohnen.

Hülsenfrüchte sind nahrhaft, enthalten viel Eiweiß, außerdem Ballast- und Mineralstoffe, Kalium und Calcium. Zudem sind sie in vielen Ländern kostengünstig. Mit Ausnahme der Sojabohne sind Hülsenfrüchte fettarm und enthalten kein Gluten. Hülsenfrüchte sind aber nicht nur gesund. Ihr Anbau kann auch Bestandteil einer nachhaltigen Landwirtschaft sein. Die Wurzeln der Pflanzen gehen im Boden eine Symbiose mit Bakterien ein, die an ihren Wurzeln Stickstoff anreichern – damit wird der Boden auf natürliche Weise gedüngt. Außerdem lockern sie den Boden.

Ideen zur Fortsetzung

Geben Sie den Mädchen und Jungen Gelegenheit, das Keimen und Wachsen von Pflanzen genau zu beobachten. Was kommt zuerst aus dem Keim? Sind Blätter und Wurzeln gleichzeitig da? Sehen die ersten Blätter so aus wie alle folgenden? Blüht die Pflanze gleich? Wie lang ist der Stängel zu welchem Zeitpunkt?

Material:
- gekeimte Bohnen oder andere Pflanzenkeime (ggfs. aus vorherigem Versuch)
- Tütchen oder Becher / Töpfe mit Erde

Oder:

Kochen Sie gemeinsam mit den Kindern verschiedene Hülsenfrüchte, lassen Sie sie probieren und über die Unterschiede sprechen. Probieren Sie auch verschiedene Rezepte aus. In vielen Ländern Asiens werden Bohnen etwa als Süßspeise gegessen. Spielen Sie Bohnenspiele (z. B. Kalaha oder Bao) oder nutzen Sie verschiedenfarbige Bohnen für Spiele wie Backgammon. Legen Sie einen kleinen Erbsengarten an – das geht auch auf dem Fensterbrett.

Um Ideen zu bekommen, wie Sie mit Pflanzen weiter entdecken und forschen können, schauen Sie hier. Anregungen zum Gärtnern finden Sie auf dem Portal der Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten.

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