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Kleine Schnipsel, große Freude!

Fasching, bzw. Karneval ist spät in diesem Jahr, Geburtstage gibt es ständig und zu all diesen Anlässen macht es großen Spaß, Konfetti zu werfen!

Drei Kinder schmeißen Konfetti in die Luft.
© Christoph Wehrer / Haus der kleinen Forscher
Mit Konfetti macht Feiern noch mehr Spaß!

Alltagsbezug

Bei der Konfetti-Werkstatt fällt es schwer, ein Ende zu finden - es bieten sich so viele Möglichkeiten und Anlässe! Hier geht es darum, etwas ganz Kleines herzustellen, zu feiern, Spaß zu haben und gleichzeitig einen technischen Fertigungsprozess zu durchlaufen. Außerdem kann Blumenkonfetti für den Garten hergestellt werden, eine kleinen Konfettikanone gebaut oder Pflanzenfarbe ausprobiert werden. Wahrscheinlich kann sich eine Kindergruppe rund ums Jahr damit beschäftigen, denn Anlässe bieten sich viele...

Sie brauchen

selbstgemachtes Konfetti in einer Schüssel
© Christoph Wehrer / Haus der kleinen Forscher
Lochen, reißen, zupfen: Konfetti!

Für die Minimal-Variante:
- buntes oder schon bemaltes Papier
- Scheren und/oder Locher und/oder Figurenlocher
- Gefäße (Schüssel, Tüten) zum Aufbewahren des Konfettis

Für Fortsetzungen und Varianten:
- Dinge, die Färben (Steine, Gemüse, Blumen…)
- Küchengeräte, wie Mörser, Reibe, Kochtopf
- Stöckchen
- möglichst kleine Blumensamen (z.B. Vergissmeinnicht, Ringelblume, Kornblume)
- Mehlkleber (Mehl, Wasser, Zucker)
- Papierreste, Küchenrolle oder Zeitungspapier
- breite Pinsel

Der Versuch beginnt

Konfetti und Partysüßigkeiten
© Christoph Wehrer / Haus der kleinen Forscher
Die Party kann losgehen!

Um eine große Menge an Konfetti herzustellen, gründen Sie mit den Mädchen und Jungen eine Konfettifabrik. Hierbei planen die Kinder, welche Teilschritte von wem erledigt werden, in welcher Reihenfolge sie ablaufen sollen, die Mädchen und Jungen stellen Kriterien auf, was und wie viel davon genau hergestellt werden soll, produzieren es und bewerten das fertige Produkt, ob es den zuvor aufgestellten Kriterien genügt.

- Wie viel Konfetti wollen wir herstellen?
- Welche Farben, Formen und Größen sollen dabei sein?
- Welche Arbeitsschritte sind notwendig?
- Welche Werkzeuge brauchen wir?
- Wer macht was?

Überlegen Sie außerdem gemeinsam: Wie kann das Konfetti so umweltfreundlich, wie möglich hergestellt werden? Kriterien können sein:

- Auswahl des Papiers (vielleicht zuvor bemaltes Papier?)
- Auswahl der Farbe (vielleicht stellen wir Pflanzenfarben selbst her?)
- Auswahl des Ortes, an dem wir das Konfetti werfen möchten (draußen oder drinnen)
- Wie können wir es wieder wegräumen?
- Wie kann es recycelt werden?

Wenn die Kinder fertig sind, können sie sich die Fragen stellen:

- Wie gefällt uns das Endprodukt?
- Hat alles gut geklappt? Entstand an einer Stelle ein Produktionsstau? Gab es Schwierigkeiten beim Lochen?
- Welche Lösungen wurden entwickelt?
- Was würden wir beim nächsten Mal anders machen?
- Können wir anderes Material verwenden?

So geht es weiter

Pflanzenfarben auf Papier
© Frank Bentert
Pflanzen geben tolle Farbe!

Zum weiteren Vorgehen eignen sich Konfetti-Varianten:

- Konfetti von und für draußen: Im Frühjahr werden Bäume geschnitten und es gibt jede Menge kleiner Ästchen. Überlegen Sie: Wie kann man (vielleicht auch bunte) Späne daraus herstellen?
- Konfetti von und für draußen: Gibt es Blätter, die sich zerkleinern / lochen und gut werfen lassen? Das geht natürlich am besten mit buntem Laub im Herbst!
- Welche natürlichen Farben finden die Mädchen und Jungen draußen oder in der Küche?

Zu jeder Jahreszeit findet man unterschiedliche Blüten, Früchte, Blätter, Gräser, Erde, Steine und Sand. Sammeln und testen Sie auf einem Papierbogen: Wie viele verschiedene Farbtöne haben die Mädchen und Jungen insgesamt finden können? Probieren Sie miteinander aus, ob die gefundenen Pflanzen und Steine farbige Spuren auf dem Papier hinterlassen. Dazu müssen diese oft zerkleinert werden. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten wie Zerreißen, Schneiden, Stampfen, Reiben oder Quetschen; lassen Sie die Kinder verschiedene Vorgehensweisen ausprobieren. Der bei den Pflanzen austretende Zellsaft enthält Farbstoffe und kann auf dem Papier verteilt werden. Gesiebte Erde, Kreide, Lehm und Ton werden zu einem Farbpigmentpulver zerstampft und ergeben, vermischt mit etwas Wasser, einen dicken, farbigen Brei, der sich mit dem Pinsel auf das Papier auftragen lässt. Das Papier kann nach dem Trocknen wieder in Konfetti verarbeitet werden.

Hintergrund

Gekauftes Konfetti ist oft umweltschädlich. Vor allem, wenn es aus Plastik oder Metall (wie der meiste Glitzer) ist, verbleiben die Reste in der Umwelt. Sie gelangen in die Meere und werden von Tieren mit der Nahrung aufgenommen. Das Papierkonfetti ist mitunter mit bedenklichen Farben gefärbt. Da ist das selbst gemachte Konfetti meist unbedenklicher.

Ideen zur Fortsetzung

Eine richtig tolle Idee für draußen (den Garten), die ohne das lästige Aufräumen auskommt, ist die Variante "Bienenfreude-Konfetti". Hier werden Pflanzensamen in das Konfetti eingebaut und somit säen die Feiernden beim Konfettiwerfen eine Blumenwiese. Das geht natürlich nur dort, wo das Konfetti gut liegen bleiben kann, z.B. im eigenen Garten.

Fragen vorab können sein:
- Wie können wir sortenreines Konfetti herstellen? Ist eine bunte Samenmischung besser? Wie können wir unterscheiden, welches Konfetti welche Sorten enthält?
- Wie viele Samen müssen auf das Papier, damit jeder Schnipsel Samen enthält?
- Wie viele Samen dürfen höchstens auf das Papier, damit es noch gut klebt?
- Wo möchtest du das Samenkonfetti hinstreuen?

Und so geht es:

Für ein längerfristiges Projekt sammeln die Kinder Blumen- und Gräsersamen. Soll es schneller gehen, können Sie Samen von heimischen Blumen oder Rasensaat kaufen. Stellen Sie mit den Kindern gemeinsam Mehlkleber her. Da kann geforscht werden oder Sie verwenden ein gängiges Rezept, wie

- zwei gehäufte Esslöffel Mehl mit einer halben Tasse Wasser im Kochtopf verrühren.
- Eine Tasse heißes Wasser hinzugeben und unter Rühren erhitzen.
- Wenn der Kleber dick wird, einen Esslöffel Zucker einrühren und abkühlen lassen.

Die Kinder schneiden oder reißen das Papier in lange Streifen, auf die sie den Mehlkleber streichen. Ist das Papier gut eingestrichen, streuen sie auf die eine Hälfte der Papierstreifen eine bunte Mischung der Samen. Nun legen sie jeweils einen Papierstreifen ohne Samen auf einen Papierstreifen mit Samen. Am besten lassen die Kinder die Papierstreifen trocknen, bevor sie sie in kleine Konfettischnipsel zerschneiden.

Hier und hier finden Sie Anregungen zu den Pfanzenfarben. Konfetti möglichst weit werfen? Versuchen Sie es mit einem Katapult! Dazu gibt es hier mehrere Varianten.

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