Direkt zur Hauptnavigation, zur Unternavigation dem Inhalt oder zum Seitenfuß

... über Umwege ...

Auf dem Weg ins Meer nimmt das Wasser viele Umwege. Wir nutzen es in unseren Häusern, befördern es über Pumpen und es fließt durch ein weitverzweigtes Flussnetz. Wo begegnet uns Wasser in unserem Alltag noch?

Entdeckertour Teil 2: "... über Umwege ..."

Aktivität zum Nachforschen

Orte verbinden
Flüsse trennen nicht nur, sie verbinden auch Dörfer, Städte oder Länder und dienen als Transportwege, um Güter und Menschen von einem Ort zum anderen zu bringen. Nutzt Landkarten und lasst die Kinder überlegen, an welchem Ort sie gern wohnen würden. Sind alle Orte über die Gewässer miteinander verbunden? Sprecht mit den Kindern: Was denken sie, in welche Richtung fließen die Flüsse? Welches ist der kürzeste Weg zwischen den am weitesten entfernten Wohnorten? Lasst die Mädchen und Jungen überlegen, ob sie nur über Wasserwege bis zum Meer gelangen können? Ist ihr Ort vielleicht mit Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens, verbunden?

Wissenswertes

Weltnachhaltigkeitsziele
Um sowohl jetzt für sämtliche Menschen überall auf der Welt als auch für die nachfolgenden Generationen eine gute Zukunft zu sichern, verabschiedeten die Vereinten Nationen im September 2015 die sogenannte „Agenda 2030“ mit den 17 Sustainable Development Goals (SDGs – Ziele für Nachhaltige Entwicklung). Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ unterstützt mit ihrer Arbeit die Umsetzung der Agenda 2030. Das findet sich auch im diesjährigen Thema des "Tag der kleinen Forschers" wieder. Dieser widmet sich vor allem dem Ziel 6: „Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen“. Es finden sich aber auch viele Bezüge zu anderen Zielen, wie zum Ziel 12 „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“, wenn es darum geht, lieber Leitungs- statt Flaschenwasser zu trinken oder zum Ziel 14 „Leben unter Wasser“ beim Anlegen eines Gartenteichs oder der Beobachtung entsprechender Pflanzen und Tiere. Für die Stiftung ist auch Ziel 4 besonders wichtig: „Hochwertige Bildung“. Hierunter werden außer dem Bildungsauftrag auch die Chancengerechtigkeit, die das „Haus der kleinen Forscher“ anstrebt, und eine Bildung für nachhaltige Entwicklung verstanden.

Wasser in Deutschland
Deutschland ist ein wasserreiches Land. Es zählt 30 große Flüsse, die jeweils über 200 Kilometer lang sind. Sie führen gigantische Mengen Wasser, transportieren Güter auf Schiffen, aber ebenso Dinge, die über Abflüsse hineingelangen. Darüber hinaus werden Flüsse zur Bewässerung der Landwirtschaft genutzt oder zur Stromerzeugung durch Staudämme und Wasserkraftwerke. Um sie zu überqueren, haben wir Menschen mit der Zeit verschiedene technische Lösungen entwickelt, beispielsweise Brücken, Tunnel und Fähren.

Tipp zum Rausgehen

Pumpen untersuchen
Welche Pumpen kennen die Kinder? Sammelt, was die Mädchen und Jungen finden können (zum Beispiel Pumpkaffeekannen, Luftpumpen, die Wasserpumpe auf dem Spielplatz, Sahnespritzen, Wasserpistolen, Sprühflaschen, etc.). Lasst die Kinder an einer Hauswand ausprobieren, mit welcher „Pumpe“ sie am höchsten spritzen können. Untersucht gemeinsam die einzelnen Pumpen. Wissen die Mädchen und Jungen, wie sie funktionieren? Sprecht mit den Kindern darüber, warum die Pumpen unterschiedlich hoch bzw. weit spritzen. Was denken sie, weshalb der Wasserstrahl nicht bei allen Pumpen gleich aussieht?

Praxisidee herunterladen

Ladet hier die Praxisdee "Eiswagen am Fluss" herunter und druckt sie aus, um direkt mit den Kindern loszulegen!

Jetzt downloaden

Vorlesegeschichte "Leben in der Wüste"

Stellt Euch einmal vor, wie es wäre, wenn ihr in der Wüste wohnen würdet. Almaz geht es so. Sie wohnt in Äthiopien, das liegt in Afrika. Ihr Zuhause ist ein Zelt, denn ihre Eltern und das ganze Dorf ziehen dem Wasser hinterher. Sie leben mit vielen Kamelen, die genauso wie Menschen Wasser brauchen. Wenn nicht mehr genug davon da ist, suchen sie sich einen anderen Ort zum Wohnen.

Die Menschen, die so leben, werden „Nomaden“ genannt. Bei ihnen sind viele Dinge anders als bei uns. Zum Beispiel ist auch die Schule ein Zelt, welches genauso wie alle anderen Zelte des Dorfs wieder „eingepackt“ werden muss, wenn das Dorf zu einer neuen Wasserquelle weiterzieht. Ein Kamel kann die gesamte Schule – also das Zelt, die Tafel und die Stühle – tragen. Natürlich helfen sämtliche Kinder und Erwachsenen dem Lehrer, die Schule an einem neuen Ort wiederaufzubauen. Almaz sowie die anderen Mädchen und Jungen lieben ihre Schule und sind sehr gerne im Schulzelt, weil das der einzige Ort ist, an dem die Kinder unter sich sein können – es ist ihr Platz.

Aber nicht nur die Schule, auch das Zähneputzen funktioniert in der wasserarmen Wüste anders. Dort, wo Almaz lebt, haben die Menschen schon lange vor uns das Zähneputzen erfunden und verwenden den „Zahnbürstenbaum“. Dazu werden die Äste des Baums so lange gekaut, bis ein Ende ausfranst und als Zahnbürste genutzt werden kann. Das Herumkauen ist bereits Teil der Zahnpflege. Almaz und ihre Familie brauchen daher zum Zähneputzen kein Wasser und auch keine Zahncreme. Überlegt doch einmal, wie es wäre, wenn ihr so leben würdet wie Almaz. Was fändet ihr gut und was würdet ihr vermissen?

Jetzt downloaden

Instagram-Aktion "Zeigt, was Wasser kann!"

#TagderkleinenForscher
Haus der kleinen Forscher auf Facebook Haus der kleinen Forscher auf Twitter Haus der kleinen Forscher auf Youtube Haus der kleinen Forscher auf Instagram